Chinderfescht Herisau 

Kinderfest Rap

von Ursula Fröhlich, Einwohnerrätin Herisau

 

Herrlich ist das Wetter heute:

Kinderfest, da hat’s viele Leute.

Sie staunen und sitzen beim Trinken und Schwitzen.

Das Wichtigste: die Kinder, Musikerfinder!

Beim Umzug: wir staunen,

durch die Menge ein Raunen.

Gebastelt, geübt, bedruckt und gesiegt.

 

Der Ebnet voll Tische mit farbigem Dach,

sie spenden Schatten; doch da gibt es Krach.

Nein, nein, es ist kein Drama, doch irgendwie schon.

Wenig Plätze im Schatten: Wer hat das Mikrofon?

Die Jungen erleiden, die Alten: Sie schweigen.

 

Unterdessen ist das Fest im Gang,

bei Brot und Wurst und herrlichem Klang.

Wer sollte da meckern, es ist doch so schön.

Dank allen Helfern, Kindern und Fan!

Gefragt sind Ideen fürs nächste Fest,

Schatten für alle, das ist der Test.

 

Der Abend klingt aus mit DJs und Tanz,

Feuer am Himmel, Musik und Glanz.

Erinnerungen bleiben, Löwe und Reigen.

Flamenco, Trommeln, Rasseln zeigen.

In zwei Jahren, wir kommen wieder.

Herisau klatscht für das Lied der Lieder.

Die Kinderfestkommission

Die Kinderfestkommission (KiFEKO) wird präsidiert durch die Kinderfestkommissionspräsidentin.

Einsitz haben darin Personen aus Herisau, als auch Angestellte der Gemeinde, wie auch Lehrpersonen.

Sie alle sind für die Vorarbeiten, die Planung und  die Durchführung dieses Grossanlasses zuständig.

 

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Geschichte

Das Herisauer Kinderfest wurde bis zum 2. Weltkrieg Jugendfest genannt und entwickelte sich aus dem ostermontäglichen Schulexamen heraus. Es wurde 1837 erstmals durchgeführt und fand bald in den meisten Ausserrhoder Gemeinden Nachahmung.  Das Kinderfest war lange Zeit der Herisauer Festanlass schlechthin und bildete einen Höhepunkt im Leben der Schulkinder. Feste Bestandteile waren der Umzug durch das Dorfzentrum, die Einladung aller Kinder zum Mittagessen bei Gastfamilien oder in Restaurants sowie die Reigenvorführungen am Nachmittag. Die Kadetten, eine Art Knabenmilitär, erstürmte 1862-1939 jeweils eine aus Karton und Holz erbaute Burg und knüpfte damit an die Tradition der mythologisierten Appenzeller Freiheitskriege an. Auch der Festumzug selbst zeigte wiederholt historische Gruppen, so 1891 zur 600-Jahrfeier der Eidgenossenschaft. Als Festplatz diente bis 1914 das damals noch unbebaute Ebnet und danach das Heinrichsbad.

Die Durchsetzung der Wohlstandsgesellschaft liess die Bedeutung des Kinderfestes nach dem 2. Weltkrieg allmählich absinken. Nachdem der Anlass bis 1969 jedes Jahr durchgeführt worden war, entschlossen sich der Gemeinderat für einen Zweijahresturnus im Wechsel mit dem Kinderfest der Stadt St. Gallen. Die offizielle Note, die das Fest durch die Beteiligung der Behörden aufgewiesen hatte, schwand allmählich zugunsten einer aktiveren Gestaltung durch die Kinder selbst. Seit 1978 erhält jedes Fest ein Motto, das die Schulklassen nach ihren eigenen Ideen umsetzen dürfen.

Autor: Stephan Heuscher, Appenzell

Kontaktformular

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Kontakt: 
Informationen: Nadja Rechsteiner, 071 350 05 29, oder Schulsekretariat 071 354 55 32
Einquartierungen: Marianne Styger, 071 351 13 53

 
 

Das Kinderfest 2019 ist bereits wieder Geschichte. Es war ein farbenfrohes Fest für Alt und Jung. Wir sehen uns wieder in zwei Jahren!